Mehr zufällig habe ich neulich beim Surfen auf den Lehrerfreund-Seiten festgestellt, dass ich ein Säugling bin…
Und zwar tauche ich auf der Liste der im jungen ab 2007 gegründeten Lehrerblogs auf. Das ganze im Rahmen eines Votings für die besten Lehrerblogs 2009. Eine lustige Aktion und viel besser finde ich noch, dass man auf den Seiten viele Blogs entdecken kann, die man vorher noch nicht kannte. Auch eine weitere Liste mit etablierten Blogs (Gründung seit 2006) ist schon erschienen.
Allerdings weiß man mit meinem Zwitterblog zwischen Promotion und Schule nicht so recht etwas anzufangen. Es wird gemutmaßt, dass ich zur Promotion abgeordnet worden sei. Das wäre schön, ist aber nicht so. Aus diesem Grunde werde ich nun mal kurz meinen aktuellen Status erläutern.
Wie ich bereits schrieb, habe ich einige Zeit auf einen Referendariatsplatz gewartet und in dieser Zeit vertretungsweise an unterschiedlichen Schulen gearbeitet und dort alle meine Fächer (Französisch, Geschichte, PGW/ GMK) unterrichtet. Dies ist eine Zeit, die ich nicht missen möchte, weil ich in diesem Zeitraum irre viele Erfahrungen machen konnte.
Mit dem Gedanken zu promovieren habe ich schon seit Ende des Studiums gespielt. Das meine Examensarbeit damals sogar ausgezeichnet worden ist, hat mit zur Entscheidung beigetragen, ebenso wie meine Tätigkeit als Mitarbeiter im Graduiertenkolleg während des Studiums. Allerdings war mir von Anfang an klar, dass ich, nachdem ich mein Studium bereits selbst finanziert hatte, nun nicht auch noch eine Promotion durch Nebenjobs finanzieren wollte.
So passte die Ausschreibung einer Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter ganz gut und ich bewarb mich dort. Seit Februar bin ich nun wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hamburg.
Die Schule werde ich aber auch nicht ganz verlassen und meinen letzten Lehrauftrag zumindest bis zu den Sommerferien weiter erfüllen. Dafür macht die Schule auch einfach viel zu viel Spaß.
Es wird also dabei bleiben, es wird sowohl Beiträge aus der Schule als auch Beiträge aus der Forschung geben. Ob es sich damit noch um ein Lehrerblog handelt muss eigentlich jeder selbst entscheiden…
Außerdem gibt es natürlich zwischendurch immer etwas zu anderen Themen die mich bewegen. Bücher die ich gelesen habe, Tools die mich begeistern… Oder aber – der Frühling kommt gewiss – etwas zum Garten. Nicht zu vergessen, wobei ich das bislang weniger thematisiert habe als ich anfangs dachte, gibt es ja auch noch die Leidenschaft für guten Espresso.
Schlagworte: Dissertation, Lehrerfreund, Promotion, Schule, Uni
9. März 2009 um 15:28 |
Eigentlich eine Textsorten- bzw. Genrefrage…
Meine Meinung dazu: ein Blog ist ein Blog und möglicherweise auch eine ebensolche Textsorte. Aber ob sich nun ein Blog auf ein Genre oder ein Interessengebiet festlegen muss?
Nein, ganz und gar nicht! Deswegen finde ich es völlig legitim, über dieses und jenes zu schreiben, manchmal bildet sich dann eben ein Schwerpunkt – oder auch nicht. Die Persönlichkeit ist doch das, was es auszeichnet, oder?
Im Prinzip auch völlig unwichtig…
9. März 2009 um 15:29 |
Da kann man doch eigentlich nur noch alles gute für eine offenbar recht vielversprechende Zukunft wünschen.
Und vielleicht verschlägt es dich ja auch mal wieder intensiver an die Schule. Bei manchen ist das wie ein Virus, den man nicht los wird – so meine Wahrnehmung einiger engagierter Kollegen
Nun aber erstmal guten Start an der Uni. Hast Du da eigentlich ein konkretes Projekt/Auftrag?
9. März 2009 um 15:56 |
@neous: Es ging nicht darum, ob sich ein Blog festlegen muss, sondern ob dieses Blog in die Kategorie „Lehrerblog“ passt, die der „Lehrerfreund“ zur Zeit präsentiert (und anschließend prämiert).
@Christian:
Von mir auch alles Gute für deine Projekte!
Gruß von Säugling zu Säugling
9. März 2009 um 16:57 |
@neous: Stimmt die Frage bezog sich eher darauf, was rip anspricht.
@all Danke für die guten Wünsche
@scheppler: Ein konkretes Projekt (außer meiner Diss) habe ich nicht, aber ich sehe vielfältige Aufgaben auf mich zukommen (Lehre, Tandem-Programm… )
9. März 2009 um 17:33 |
Ach, eigentlich war mir das ja klar mit der Frage. Liegt vermutlich daran, dass ich im Moment nur so in der „Text-Problematik“ drinstecke und mit einer Meinung protzen wollte…
Dabei sind gute Wünsche aus meiner Richtung ja total untergangen, was ich dann hiermit nachhole:
Auch von mir alles Gute für diese Zukunftsaussichten!