Autofocus Zeitmanagement – Todo-Listen mal anders

By Christian

Auf meine Abwandung des GTD-Ablagesystems bin ich bereits eingegangen. Eigentlich habe ich geplant als nächstes meine Abwandlung der Kontext-Listen (Todo-Listen geordnet nach @Schule, @Uni, @Zuhause etc.) mit rememberthemilk zu erläutern. Für alle die es nicht kennen, rememberthemilk ist ein Online-Tool zu Verwaltung von Todo-Listen und wirklich sehr mächtig, es lohnt sich das Ganze mal anzuschauen.

Als ich aber am Recherchieren von Berichten zu rememberthemilk war, stieß ich vor knapp einem Monat auf etwas völlig Neues. Das Autofocus System von Mark Forster (via Toolblog). Forster ist Autor von Büchern mit Titeln wie „Do It Tomorrow“ oder „Get Everything Done“.
Das System ist fürchterlich einfach und funktioniert wahrscheinlich deshalb so gut. Im Prinzip gibt es nur eine einzige Liste, die aber da man sie am besten in ein Notizbuch einträgt, das seitenweise

Notizbuch mit Autofocus Liste

Notizbuch mit Autofocus Liste

unterteilt ist. Die Liste wird ganz linear geführt, das bedeutet, dass neue Aufgaben die einem einfallen einfach an das Ende der Liste gesetzt werden.

Da es aber nicht darum geht seine Aufgaben aufzuschreiben, sondern sie zu erledigen, ist der nächste Schritt die Durchsicht der Liste. Man fängt auf Seite eins an und überfliegt die gesamte Seite einmal. Im nächsten Schritt liest man jede Aufgabe etwas genauer und fängt dann an an der Aufgabe zu arbeiten, die einen sofort anspricht.

Wenn da nun beispielsweise steht „Rolle von Authentizität in Zusammenhang mit Unterrichtsqualität klären“ bedeutet dies aber nicht, dass man diese Arbeit nun zu Ende führen muss. Das Prinzip ist viel mehr „weniger aber oft“. Sobald das Erledigen der Aufgabe keine Freude mehr macht kann man die Aufgabe einfach wieder an das Ende setzen und sich einer weiteren (entweder auf der gleichen Seite oder aber auf der nächsten, die man dann wieder wie oben geschildert durchsieht) Aufgabe widmen.

Es gibt noch ein paar andere Anmerkungen und Tipps (auch was das Aussortieren von Aufgaben angeht, das lässt sich am Besten auf der Seite von Forster selbst nachlesen).

So einfach es klingt, es funktioniert. Zunächst war ich äußerst skeptisch, aufhören, wenn es keinen Spaß mehr macht? Wir sind doch nicht im Wunschkonzert! Tatsächlich aber wagt man sich mit diesem Hintergedanken aber leichter an Dinge heran, die man sonst ewig vor sich her geschoben hat. Dann arbeitet man zwar vielleicht in kleinen Häppchen, aber die Dinge kommen voran. Ein Grundgedanke ist dabei auch der gesunde Menschenverstand. Wenn nun etwas dringend ist (Klassenarbeit korrigieren, Abstract einreichen…) dann lässt man die Liste einfach liegen und macht diese Dinge natürlich erstmal.

Einige Dinge, die auch in GTD vorhanden waren bleiben, so das Prinzip alles zu erfassen, was an Aufgaben ansteht, nur ist das System wesentlich schlanker (eine einzige Liste) und nicht so rational wie bei David Allen (siehe auch GTD sur papier Achtung französisch!)

Auch das, was ich bei GTD immer vernachlässigt habe die „Review“ am Ende der Woche, erledigt man beim Durchsehen der Listen automatisch und quasi täglich (Momentan habe ich acht aktive Seiten und komme im Grunde einmal täglich durch, habe also eine „daily review“)

Sympathisch finde ich, das man kein Buch dazu kaufen muss, die Methode ist sozusagen frei verfügbar. Der Autor macht sehr offensiv Werbung und tritt dabei als sehr überzeugt von der Methode auf. Mittlerweile auch per twitter.

Meine Umsetzung:
Moleskine-Notuzbücher eignen sich hervorragend. Die erste Gelegenheit wo ich es sinnvoll fand so ein sündhaft teueres Notizbuch zu kaufen (dessen legendäre Geschichte übrigens eine schöne hübsche Marketing-Geschichte ist). Aber jedes andere Notizbuch tut es auch. Nur dieses kleinen stabilen DIN-A6 Bücher passen wirklich in jede Tasche oder sogar die Jackentasche und deshalb kommt man so gut wie nie in die Verlegenheit seine Liste nicht dabei zu haben.

Fazit:
Tatsächlich kann dieses System helfen die Dinge wirklich zu tun und nicht ewig mit der Optimierung und Pflege des Systems zu verbringen. Die Einfachheit ist hier finde ich ein großes Plus. Außerdem finde ich die Idee, dass das System frei für jeden zugänglich ist angenehm (Über Open-Source wird allerdings nicht gesprochen ;-) )

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Eine Antwort zu „Autofocus Zeitmanagement – Todo-Listen mal anders“

  1. GTD auf Autofocus gekürzt | Lapidarium42 sagt:

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