Mit GTD bzw. ZTD (beides Systeme zum Zeitmanagement) bin ich eine Zeit lang wirklich gut zurecht gekommen. Jedes System hatte seine Vorzüge und auch seine Macken. Auf die Grundzüge dieser Systeme werde ich an dieser Stelle nicht eingehen, dass haben andere schon sehr gut getan. Mit der Zeit haben sich einige Abwandlungen für mich erbeben, auf die ich nun eingehen werden.
Mir gefällt das Ablagesystem aus GTD. Dort wird propagiert, dass man seine Unterlagen nicht in klassischen Klemmordnern unterbringen soll, weil einerseits der Aufwand etwas abzulegen zu groß ist und andererseits die Dinge nicht so schnell wiedergefunden werden können. Deshalb habe ich alle Unterlagen nun seit einiger Zeit in Hängemappen organisiert. Zwar verfolgt das GTD-Prinzip den Ansatz alle Dinge einfach alphabetisch abzulegen, aber das ist bei mir mit lauter unterschiedlichen Kontexten (Promotion, Schule, Privates…) nicht besonders sinnvoll. Also habe ich für jeden dieser Bereiche einen eigenen Kasten eingerichtet. Literatur habe ich alphabetisch sortiert (und zwar hier ausnahmsweise doch aus allen Bereichen). Der Trick bei der Sache ist alles sofort wegzuheften und wenn sich keine passende Mappe findet eine neue anzulegen. Das klappt wirklich gut und ich finde meine Mappen immer erstaunlich schnell wieder. Man macht eben doch nicht so einfach einen Klemmordner „Tagungen“ auf. So eine kleine Mappe ist schnell eröffnet.

Die wichtigsten Mappen sind immer greifbar, damit Unterlagen schnell abgelegt und wieder gefunden werden können
Prinzipiell bedeutet das Ablegen in solchen Mappen nur, das man die Stapel, die man sonst auf dem Schreibtisch oder im Regal liegen hat nun übersichtlich in die Vertikale bringt.
Der Vorteil ist allerdings, dass alles eindeutig zuzuordnen ist und der Ablagevorgang nicht zu lange dauert. Es muss nichts gelocht werden, es ist sofort klar in welche Mappe die Sachen gehören und die Mappen sind vom Schreibtisch aus sofort greifbar.
Wie organisiert Ihr Eure nicht digitalisierten Unterlagen? Ich bin gespannt auf Kommentare.
Mehr Informationen zu diesem Ablagesystem gibt es im Buch von David Allen: Wie ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag . Ein anderes System wird im Toolblog vorgeschlagen.


23. Februar 2009 um 20:59 |
Lieber Christian
Ich mache es genauso: Alle Artikel/ Kongressbeiträge mit EndNote erfassen: Die elektronischen auf einer Festplatte speichern und die anderen in alphabetisch in einem Hängeregister ablegen. Einziges Problem: Wenn ich es nicht gleich erledige, bleiben die Artikel in einem Ordner „Pendent“ sehr lange liegen und ich finde sie auch nicht sofort
Liebe Grüsse
Kathrin
28. Februar 2009 um 13:08 |
Stimmt, dass hätte ich noch ergänzen müssen. Die Literatur befindet sich natürlich nicht nur in den Kästen, sondern wird auch noch elektronisch in zotero erfasst.
23. Februar 2009 um 23:06 |
Ich trainiere seit Jahren mein visuelles Gedächtnis: ich weiß in etwa, in welchem Stapel etwas liegt, und finde die Sachen meist (trotz Chaos) auch relativ schnell. Wirklich wichtige Unterlagen (allerlei Verträge usw.) habe ich ordentlich in Ordner sortiert. Unverzichtbar sind große Mengen Trennstreifen. Und Ablagekörbe!
Finde aber Dein System viel professioneller. Wenn die Diss mal durch ist und ich mal zum Aufräumen komme (und dazu komme, GTD mal zu lesen…), werde ich mich vllt. auch mal dazu durchringen…
28. Februar 2009 um 13:10 |
Vielleich ist dann das hier ja was für mich. Werde demnächst auch über meine Erfahrungen damit berichten:
http://www.markforster.net/german/
25. Februar 2009 um 15:53 |
Ich bin im Referendariat auch auf GTD gestoßen, und mir gefällt auch das Ablagesystem, was du beschrieben hast. Außerdem mag ich meine Wiedervorlage, also die 43 Mappen, in die man z.B. den Zettel für die nächste Konferenz für den entsprechenden Tag legt, damit der nicht im Kalender herumfliegt.
Statt der Hängemappen benutze ich Mappen von Classei, die stehen dann im Kasten, da fehlt die Hängeleiste. Dafür kann ich die Mappen, ohne dass die Hängeleiste stört, in der Tasche mitnehmen, falls ich die woanders benötige.
5. März 2009 um 17:09 |
[...] Todo-Listen mal anders By Christian Auf meine Abwandung des GTD-Ablagesystems bin ich bereits eingegangen. Eigentlich habe ich geplant als nächstes meine Abwandlung der Kontext-Listen (Todo-Listen [...]