Nutzung von Computern im Unterricht

By Christian

Ich hatte in den letzten Tagen ja bereits etwas zu Medienkompetenz geschrieben. Nun hab ich das interessante Blog der Initiative D21, die sich mit der Mediennnutzung im Unterricht und speziell auch der Nutzung von Web2.0 Anwendungen im Unterricht beschäftigt, gefunden. Neben vielen interessanten Informationen, unter anderem einem „Leitfaden für die Einbindung von sozialen Netzwerken in den Unterricht“ (pdf), bekam ich von dieser Seite einen interessanten Denkanstoss. Dort heißt es in Bezug auf einen Artikel (Gibt es eine „Net Generation“?)  von Rolf Schulmeister:

Wir können demnach nicht mehr davon ausgehen, bei Jugendlichen einen Begeisterungssturm zu ernten, sobald wir eine Technik in den Klassenraum bringen, die sie alltäglich und allgegenwärtig begleitet. Etwas Normales als etwas Besonderes zu verkaufen, läuft vielmehr Gefahr, belächelt zu werden oder antiquiert zu wirken. Es kann nicht mehr darum gehen, Techniken zu erklären oder Medien einzuführen, sondern inzwischen muss der Fokus auf der Sensibilisierung und im Training hinsichtlich des Umgangs mit diesen neuen Medien liegen.

Besonders der letzte Hinweis ist meines Erachtens äußerst bedenkenswert. Aber die Auseinandersetzung mit der Sensibilisierung erfordert eben diese Aufmerksamkeit aber auch Sicherheit im Umgang mit dem Internet bei den Lehrkräften. Wie soll jemand beispielsweise für die Gefahren einer zu großen Offenheit in Social Networks sensibilisieren, wenn dieser Person selbst jede Erfahrung mit solchen Plattformen fehlt?

Außerdem verweist dieser Artikel auf einen weiteren wichtigen Aspekt im Zusammenhang mit der Mediennutzung in der Schule: Wenn man das Arbeiten mit Computern weiterhin als etwas besonderes, sozusagen als Sahnehäubchen betrachtet oder aufgrund mangelhafter Ausstattung an den Schulen betrachtet werden muss, dann können die Schülerinnen und Schüler nur schwer einen reflektierten und alltäglichen Umgang mit diesem Medium erlernen und werden weiterhin zur Haltung gedrängt: In der Schule machen wir ab und zu was mit Computern – das ist dann Arbeit. Zuhause chatten wir täglich und nutzen den Computer zu unserem Vergnügen. Dabei besteht dann die Gefahr, dass sich die Nutzung in zwei Welten aufteilt.

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2 Antworten zu „Nutzung von Computern im Unterricht“

  1. mosworld sagt:

    Hallo, den Artikel habe ich auch gestern entdeckt gehabt. Ich finde es von der Idee her auch gut. Der Artikel könnte noch etwas ausgebaut werden. Als kompletter Text sicher sehr gut. Leider stimmen ein paar der Stichpunkte nicht zu den jeweiligen Portalen, aber das ist sicher an den Entwicklungen der Portale gebunden. Sonst ein guter Anfangspunkt.

  2. Scheppler sagt:

    Hallo, und vielen Dank für die Diskussion zu unseren Posts.
    Ich weiß, dass mein Statement, welches hier zitiert wird, durchaus „visionär“ ist. Dies ergibt sich aus der Anlage unseres Workshops, wo es doch darum ging, Szenarien zu entwickeln, die es dann in die Schulen zu transportieren gilt. Und in Anknüpfung an den Artikel von Schulmeister, sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass Schüler eben doch alltäglich mit den neuen Medien konfrontiert sind. Und sich hinzustellen und zu erklären, wie z.B. SchuelerVZ funktioniert, ist dann oft doch überholt, während an der Sensibilisierung, was ich z.B. dort einstelle, noch gearbeitet werden kann.
    Besonders schön finde ich den letzten Satz dieses Posts, denn dies haben wir auch auf unserem Workshop erfahren: Es geht darum, Lern- und Lebenswelten der Schüler zu verbinden (http://www.blog.initiatived21.de/?s=Lebenswelt).

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